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Schreibwerkstatt

„Sie fliegen regelrecht herum, überall, die Geschichten. Warte ein bisschen, bis eine davon zu dir kommt, um von dir, ja, genau von dir, aufgeschrieben zu werden. Und schreib ruhig weiter, auch wenn dir diese Geschichte zuerst ein bisschen komisch vorkommt.“

Constanze John

Foto: Diana Fischer

Seit 1993 arbeitet Constanze John literarisch mit Kindern im Vorschul- und Schulalter, speziell auch Kindern mit Sprach- und Sprechschwierigkeiten, sowie mit Jugendlichen. 2008 wurde sie zur Gründungsvorsitzenden des Friedrich-Bödecker-Kreises im Freistaat Sachsen e.V. gewählt und seit 2005 arbeitet sie bei der Jugendliteraturwerkstatt Graz. Die Leipziger Schreibwerkstatt für Kinder am Literaturhaus/ Haus des Buches rief Constanze John 2012 ins Leben.


Aktuelle Schreibwerkstätten

Leipziger Schreibwerkstatt für Kinder im Haus des Buches

Veranstaltungsart: online + vor Ort
Zeit: siehe Programm Literaturhaus
Ort: Haus des Buches, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig
Information + Anmeldung: Kontakt-Formular

Offenes Kultur-macht-stark-Schreibprojekt

Frühjahrsschreibwerkstatt für Kinder bzw. für Jugendliche in der Bildungsstätte Knivsberg/ Dänemark:

22.-25. März 2024

Für Kinder und Jugendliche von 12 – 16 Jahre bzw. nach Absprache
Ort: Bildungsstätte Knivsberg/ Dänemark bzw. auch als Online-Angebot
Info & Anmeldung: +45 51 66 91 56 oder über Kontaktformular direkt bei Constanze John

Werkstattwoche treff.text Alberndorf/ Oberösterreich

Ort: Alberndorf in der Riedmark (OÖ)
Zeit: August 2024
mit: Martin Ohrt von der Jugendliteraturwerkstatt Graz
Info & Anmeldung: http://www.literaturwerkstatt.at/treff-text22.html


Foto-Nachweise: Constanze John, Daniel Grunewald (Zeichnung), Diana Fischer (Grundschule Am Park in Taucha)

Schreibwerkstätten auf Anfrage

Constanze John: „Auf Anfrage führe ich für Einzelpersonen wie für Schulklassen Schreibwerkstätten durch. Diese können online oder vor Ort stattfinden. Sie können eine meiner Schreibwerkstätten für einzelne Stunden wie für Projekttage buchen. Weiter Details besprechen wir am besten persönlich. Kontaktieren Sie mich einfach.“


Kinder kommen zu Wort

August, 8 Jahre: Das schwarze Ich

Ich bin ein Mensch, der gestorben ist. Aber ich lebe in einer schwarzen Form weiter. Nicht alle können mich, den Phönix-Menschen, in Schwarz sehen – in seiner richtigen Form. Das ist aber nicht die Sache. Die Sache ist, dass man mich nur im Nebel sehen kann. Das ist sehr gefährlich, weil die meisten gruseligen Gestalten nachts draußen sind. Ich finde es gut, dass meine Kinder mich auch tags sehen können.

Das Schönste in meinem schwarzen Leben ist, dass ich durch Zeiten, Welten und Wände reisen kann.

Ein Mensch hat mich gesehen, gerade als ich aus der Asche stieg.

Valentina, 9 Jahre: Dr. Brasilius

Der SPMGFP

Ui, jetzt wird’s spannend: Doktor Brasilius erweckt den SPMGFP, das Schildkröten-Panda mit einem großen flauschigen Panzer, zum Leben. Er rührt Schildkrötenbeine, Pandahaut und das Fell von einem Kuscheltier in einem Kessel zusammen und – „Puff!“. Ein paar Minuten später steht der SPMGFP vor ihm! Wie immer! Ein Experiment hat geklappt!

Doch was passiert jetzt? Wie es aussieht, hat Doktor Brasilius zu viel von den Zutaten reingegeben, dennda steht ja noch ein SPMGFP. Und noch einer! Und noch einer! Bald ist kein Platz mehr in Doktor Brasilius‘ Haus und er muss leider umziehen … Na ja, Hauptsache: Die Tiere können sich jetzt vermehren.

Die Verwandlung

Eines Morgens wacht Dr. Brasilius in seinem neuen Haus auf. Er hat davon geträumt, dass er ein neues Tier zum Leben erweckt – einen grünen Panda mit leckerem Fell!

Er will sich strecken, aber es fällt ihm irgendwie schwer. Dann bemerkt er, dass seine Hände plötzlich Pfoten werden … zu grünen Pfoten! Und dann kapiert er es: Er ist zu dem Tier geworden, von dem er geträumt hatte.

Schnell rennt er in sein Büro. Er weiß nämlich, wie er sich zurückverwandeln kann.

Doch was ist das?! In seinem Büro steht er selbst! Nur  wie es aussieht, bemerkt er sich nicht. Schnell holt Dr. Brasilius die Zutaten für den Trank hervor. Trotz seiner Pfoten war das kein Problem für ihn. Und schon in ein paar Minuten steht er da – in seiner normalen Form.

Jetzt geht er erstmal schlafen.

Simon, 10 Jahre: Unendliche Hitze

Seit drei Tagen laufe ich durch die Wüste. Mein kompletter Lebensraum wurde durch eine Wüste ersetzt. Alle anderen wurden getötet – durch die Hitze.

Ich höre ein Atmen, ein kaum hörbares Atmen.

Ich gehe nach Norden. Von dort kommt das Geräusch. Es wird immer lauter.

„Hallo, Fremder!“, ruft da eine Stimme. „Du hast es überlebt und nun geschafft. Du bist würdig.“

Es scheint, der Kaktus vor mir zu sein, der spricht. Er ist gedoppelt: Die untere Hälfte sieht aus wie eine Blüte, der obere Teil wie eine Mehrzahl von runden Algen.

„Eine Geschichte zu erzählen oder aufzuschreiben, ist mehr als eine Freizeitbeschäftigung.“

Constanze John
Larissa Zimmermann, 10 Jahre, Grimma